Beitrags-Archiv für die Kategory 'Bodenschutz'

Zum Klimaschutz gehört der Schutz des Bodens

Montag, 5. Dezember 2011 21:45

Berlin: Anlässlich des heutigen Internationalen Tags des Bodens hat Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), völkerrechtlich verbindliche Regelungen zum Bodenschutz gefordert. Ein geeignetes Instrument dafür wäre eine Weltbodenkonvention, die unter dem Dach der Vereinten Nationen ausgehandelt werden sollte.

“Der Zustand der Böden ist weltweit besorgniserregend. Die Ursachen sind Erosion, der Verlust an organischer Bodensubstanz und viel zu hohe Schadstoffeinträge. Zusätzlich führt der weiterhin exorbitante Flächenverbrauch durch Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsprojekte zur Schädigung und zur Versiegelung der Böden“, sagte Weiger. Dem müsse mit geeigneten Gesetzen und Regeln entgegengewirkt werden. “Ohne Bodenschutz kann es keinen Klimaschutz geben”, so Weiger.

Auch die Ernährung der Menschen basiere auf fruchtbaren Böden. Ein achtsamer Umgang mit dem Boden sei deshalb von herausragender Bedeutung. Als größte Bodennutzerin habe die Landwirtschaft hier eine besonders hohe Verantwortung. “Unsachgemäße Bodenbewirtschaftung führt zur Degradation der Böden und zum Verlust der Artenvielfalt. Und die aktuelle Ausweitung des Anbaus von Energiepflanzen trägt vielerorts zusätzlich zum Verlust an Bodenqualität und zum Humusschwund bei”, sagte der BUND-Bodenschutzexperte Ingo Valentin.

Mit seiner Fähigkeit zur Speicherung von Kohlendioxid leiste der Boden einen unersetzlichen Beitrag zum Klimaschutz. Klimaveränderungen verschlechterten die Qualität der Böden, was im Agrarsektor zu großen wirtschaftlichen Schäden führe. Zugleich sei die industrialisierte Landwirtschaft Mitverursacherin des Klimawandels. Der BUND fordert deshalb für Deutschland die Ausweitung des ökologischen Landbaus auf 20 Prozent der Fläche bis 2020 und entsprechende Reformen in der EU-Agrarpolitik.

Pressekontakt:
Ingo Valentin, BUND-Bodenschutzexperte, Tel. 01577-6033790, E-Mail: ingo.valentin@bund.net bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 030-27586-425/-489, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net

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“Urban Gardening” am Rande der Stadt

Sonntag, 29. Mai 2011 22:16

“Urban Gardening” im Rheinvorland ganz ohne Kleingartenverein bietet meine Ernte.

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Sandsturm in Mecklenburg-Vorpommern

Sonntag, 10. April 2011 22:55

Am Freitag den 08.04.2011 ereignete sich auf der Autobahn A19 bei Kavelstorf eine Massenkarambolage mit 8 Toten und über 130 Verletzten. Innerhalb von Sekunden rasten über 80 Fahrzeuge ineinander, 30 davon gingen in Flammen auf. Grund dafür war ein “plötzlicher Sandsturm”. Eine Verkettung unglücklicher Umstände, überhöhte Geschwindigkeit haben sicherlich zu diesem tragischen Unglück beigetragen. Doch wie unerwartet sind solche Sandstürme in Mecklenburg-Vorpommern wirklich? Seit vielen Jahren führt die rücksichtslose Bewirtschaftung der Böden durch die Agrarindustrie zu einem Rückgang der Humusgehalte. Die großen Felder – ein Relikt aus DDR-Zeiten – und der dramatische Grünlandumbruch der letzten Jahre tun ihr Übriges. Seit Wochen hat es nicht geregnet. Jetzt durch die degenerierten, trockenen Böden zu pflügen bedeutet, dass große Mengen an Boden aufgewirbelt werden. Massive Wind-Erosion ist die Folge. Mich erinnern die Bilder dieser Tage an den “Dust Bowl” in den USA der 1930′er Jahre:Quelle: Wikipedia

Quelle: Wikipedia

Teile der Great Plains waren besonders in den Jahren 1935 bis 1938 von verheerenden Staubstürmen betroffen. Die Rodung des Präriegrases zur Urbarmachung für landwirtschaftliche Nutzung und eine jahrelange Dürre hatte fatale Auswirkungen. Soweit sind wir in Mecklenburg-Vorpommern noch nicht. Doch die Prognosen für den Klimawandel bedeuten für den Nordosten Deutschlands lang anhaltende, trockene Sommer und steigende Temperaturen. Um so wichtiger ist es, die gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft, so wie sie der §17 des Bundes-Bodenschutzgesetzes umreißt, auch zu leben!

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Stellungnahmen zur Mantelverordnung

Sonntag, 27. März 2011 14:19

Hier eine kleine Liste von Stellungnahmen zur “Verordnung zur Festlegung von Anforderungen für das Einbringen und das Einleiten von Stoffen in das Grundwasser, an den Einbau von Ersatzbaustoffen und für die Verwendung von Boden und
bodenähnlichem Material” zum Entwurf des BMU vom 06. Januar 2011:

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Peak Soil

Montag, 12. April 2010 22:24

Ausgebeutet, vergiftet, zubetoniert – obwohl der Boden eine lebensnotwendige Ressource ist, die nicht oder nur mit immensen Mühen und Kosten erneuerbar ist, behandelt ihn der Mensch wie Dreck. Die Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung und der Klimawandel verstärken den Druck. Doch es gibt auch Zeichen der Hoffnung: Bodenschutzprojekte schärfen das Öffentliche Problembewusstsein und weltweit kommt die Diskussion über nachhaltige Nutzungsformen und Besitzverhältnisse von Böden in Gang.

Die Autorinnen und Autoren der politischen Ökologie119 brechen eine Lanze für den Untergrund. Sie zeigen, warum der Boden ein Multitalent ist, erklären die vordringlichsten Probleme und legen dar, was zu tun ist, damit wir nicht den Boden unter den Füßen verlieren: http://www.oekom.de/zeitschriften/politische-oekologie/archiv/archiv/heft/437.html?noCache=1

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EU-Bodenrahmenrichtlinie

Sonntag, 30. Dezember 2007 22:14

Lobbyist statt Klimakämpfer: Warum Naturschützer neuerdings schlecht auf Umweltminister Sigmar Gabriel zu sprechen sind:

Nachdem am 20.12.2007 Gabriel die Bodenrahmenrichtlinie im Rat der Europäischen Union hat scheitern lassen, ist die Berichterstattung über die Dinge, die hinter den Kulissen abgehen mal wieder sehr spärlich. Neben der TAZ und der Süddeutschen ist es jedoch der Berliner Zeitung gelungen, das Kernproblem von Lobbyismus und Machterhalt sehr gut aufzuzeigen: Artikel auf Berlinonline.de

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